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Freitag, 13. März 2026
20 Millionen Stimmen fordern einen gerechten Sozialstaat

Getragen von 14 Organisationen mit zusammen mehr als 20 Millionen Mitgliedern setzt sich ein neues Sozialstaatsbündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat ein. Das Bündnis, dem auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) angehört, wendet sich gegen die einseitige Darstellung des Sozialstaats als bloßen Kostenfaktor. Ziel des Sozialstaatsbündnisses ist ein gerechter und leistungsfähiger Sozialstaat und eine positive, faktenbasierte Debatte zum Thema. Eine begleitende YouGov-Umfrage zeigt: Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland unterstützt die Anliegen des Bündnisses.

14 zivilgesellschaftliche Organisationen mit gemeinsam mehr als 20 Millionen Mitgliedern haben ein Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat gegründet. Das Sozialstaatsbündnis kritisiert die zunehmende Schieflage in der politischen Debatte, in der der Sozialstaat wiederholt als unfinanzierbar oder als reiner Kostenfaktor dargestellt wird. Die Initiative setzt dem eine positive, faktenbasierte Perspektive entgegen: Der Sozialstaat ist nicht nur finanzierbar, sondern essentiell für sozialen Frieden, wirtschaftliche Teilhabe und demokratische Stabilität.

Für den Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. als Mitglied des Sozialstaatsbündnisses betont ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller:

„Der Sozialstaat lässt sich nicht auf einen Kostenfaktor reduzieren. Er ist ein Versprechen – das Versprechen, dass niemand allein gelassen wird, wenn das Leben unerwartet anders verläuft. Er steht für Sicherheit in Unsicherheit, für Würde im Wandel und für Vertrauen in eine Gesellschaft, die zusammenhält.“

Das Bündnis hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer Umfrage beauftragt, um herauszufinden, wie die Menschen in Deutschland zu den Themen Sozialstaat, Rente, Pflege, Arbeitszeitgesetz, Facharzttermine und Wohnen stehen.

Zu den wichtigsten Ergebnissen zählt die breite Unterstützung für einen starken Sozialstaat: 79 Prozent der Befragten sagt, dass ein leistungsfähiger Sozialstaat den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. Eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent spricht sich zudem dafür aus, Menschen mit sehr hohen Vermögen stärker als bisher zu seiner Finanzierung heranzuziehen. Nahezu einhellig ist die Meinung beim Thema Pflege: 95 Prozent halten eine menschenwürdige stationäre und ambulante Versorgung für notwendig, die niemanden finanziell überfordert. Trotz anhaltender Debatten und Desinformationskampagnen wäre die mehr als die Hälfte der Befragten bereit, höhere Beiträge zu zahlen, wenn dadurch die eigene Rente steigt. Auch bei der Vergabe von Facharztterminen plädiert eine klare Mehrheit von 77 Prozent für eine strikte Gleichbehandlung von gesetzlich und privat Versicherten.

Die detaillierten Ergebnisse erhalten Sie hier: www.vdk.de/sozialstaatsbuendnis

Das Verbände-Bündnis fordert von der Bundesregierung mehr für die ökologische Transformation zu leisten und dringend notwendigen Schritte sozial gerecht zu gestalten – mit fairer Lastenverteilung und sicheren Übergängen für Beschäftigte und Regionen.

Weiter Informationen zum Bündnis erhalten Sie hier: Link