Ulm (eb). Vor 40 Jahren traten die ersten Kriegsdienstverweigerer ihren damals zwölfmonatigen Ersatzdienst an. Der Ulmer Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) war von Beginn an mit Zivildienststellen beteiligt. Dort sind derzeit 130 Zivildienstleistende beschäftigt. "Kriegsdienstverweigerer viele Jahre noch mit Drückeberger oder ähnlichen Ausdrücken beschimpft, so hat sich das Ansehen der Zivis inzwischen in der Bevölkerung stark zum positiven verändert", so ASB-Vorsitzende Hilde Mattheis. Erst durch den Zivildienst konnten Anfang der 80er Jahre Dienste, wie die individuelle Schwerstbehindertenbetreuung (ISB) und die Mobilen Sozialen Dienste (MSHD) in Ulm geschaffen werden. Die "Zivis" unterstützen hauptamtliches Personal und die Angehörigen von Pflegebedürftigen. Sie verhelfen den Menschen, die sie betreuen zu mehr Lebensqualität und Selbstständigkeit. Krankentransporte und Rettungsdienste gehören genauso zu den Aufgaben , wie handwerkliche Tätigkeiten.